Der eine geht, die andere kommt …
Posted on 22 April 2010
Die letzten Tage waren sehr aufregend. Am Dienstag hatte ich meinen ersten großen Auftritt in der Morsumer Grundschule. Frauchen unterrichtet immer mal wieder die Kinder in den Grundschulen, wie man mit uns Vierbeinern umgeht. Natürlich nicht, wie wir erzogen werden, dafür sind die Erwachsenen zuständig, sondern wie die kleinen Menschen sich verhalten sollen, wenn sie draußen auf meine Artgenossen treffen. Bisher hatte sie immer Nando und vor allem Debbie mit. Ich habe schon viel von Debbie gehört, sie war wohl was ganz besonderes und mit ihrem langen Fell und den Puscheln an den Ohren ein richtiger Kinderhund.
Es ist für mich schon eine große Bürde in Debbies Pfotenstapfen zu treten, aber die Chefin hat vollstes Vertrauen in mich. Nun, ich habe weder langes kuscheliges Fell, noch Puscheln an den Ohren, aber dafür ein Gesicht zum knutschen. Und Kinder finde ich auch einfach toll.
Wir also los in die Schule. Als ich die ganze Horde Kinder sah, war ich ganz hibbelig. Ich dachte, ich dürfte jetzt mit allen toben, kuscheln und wilde Wutz spielen. Aber nein, Benimm war angesagt. Die Kinder freuten sich über meinen Besuch und wir gingen in einen Klassenraum. Die Chefin hat den Kindern viel erzählt und ich habe mich von meiner besten Seite gezeigt. Ganz artig habe ich da gelegen und auf einmal wurde ich ganz müde von den vielen Eindrücken. Als ich anfing zu schnarchen lachten die Kinder und die hellen Stimmen haben mich sofort wieder aufgeweckt. Dann durfte ich gestreichelt werden und Leckerlies gab es auch reichlich. Bei den kleinen Händen hab ich natürlich ganz doll aufgepasst. Eines von den Kindern hieß Marie. Sie war ganz zart und klein und die Einzige, die Angst hatte. Trotzdem erlaubte mir Marie, dass ich vorsichtig zu ihr kam und mit der Betreuerin zusammen, gab es dann auch dort ein Leckerli. Ich habe dann mal ganz behutsam an Maries Hand geschnuppert. Sie hat sich zwar erschreckt, mich dann aber sogar am Kopf gestreichelt. Auch wenn die Chefin es sich nicht hat anmerken lassen, aber ich habe genau gemerkt, wie stolz sie auf mich war. Nach der Schule traf ich dann noch meine Hundefreunde aus den Agilitygruppen. Was für ein toller Tag.
Mittwoch war dann bei uns „fliegender Wechsel“. Emma ist wieder eingezogen, samt Kuschelkorb. Das bedeutet, sie bleibt länger. Dafür ist Oskar am Nachmittag ausgezogen. Vorher absolvierte er aber noch Fitnesstraining am Fahrrad. Die Chefin hatte ihm gar nicht erzählt, dass sein Internatsaufenthalt zu Ende war. Umso größer war seine Freude, als er seine Leute wiedergetroffen hat. Ob er sich allerdings darüber freute, dass die Chefin seinen Menschen nahegelegt hat, seine Futterration und die Leckerlies zu reduzieren, wage ich zu bezweifeln.
Die „Fussel“ Ginger und Lola waren auch noch bei uns und wurden am Abend abgeholt. Vorher durften wir alle aber noch ausgiebig auf dem Hundeplatz toben und meine Hundefreunde Taischa, Coco, Emma, Callas, Elli, Frieda und Nelly aus der Agility-Minigruppe tauchten auf noch auf dem Übungsplatz auf. Abends waren Nando, Emma und ich dann so müde, dass wir alle ganz schnell eingeschlafen sind.
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Liebe Mabel.
Hast du toll gemacht in der Schule. Mein Frauchen nimmt mich auch immer mal mit, wenn sie Vorträge über Wölfe an Schulen hält. Wenn sie dann eine CD mit Wolfsheulen vorspielt, zeig ich den Kindern immer, dass ich das viel besser kann, und alle freuen sich. Kinder sind toll, aber anstrengend. Und hinterher ist man so richtig schön müde.
Wir freuen uns, wenn wir im Sommer wieder bei euch sind.
Deine Shira.